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Investieren nach Lebenssituation

Geld für Kinder anlegen

Wie du früh für den Nachwuchs Vermögen aufbaust.

Zuletzt aktualisiert am 9. Juli 2026

Kaum ein Sparziel hat einen so langen Horizont wie das für die eigenen Kinder. Vom ersten Lebensjahr bis zur Volljährigkeit liegen 18 Jahre — genug Zeit, damit aus kleinen monatlichen Beträgen eine ordentliche Summe für Führerschein, Studium oder den Start ins Erwachsenenleben wird.

Zeit ist der größte Vorteil

Über 18 Jahre entfaltet der Zinseszins seine volle Wirkung. Legst du monatlich 50 Euro in einen breit gestreuten ETF, zahlst du über die Jahre rund 10.800 Euro ein. Bei etwa 7 Prozent durchschnittlicher Rendite kann daraus deutlich mehr als das Doppelte werden. Den größten Teil steuert nicht deine Einzahlung bei, sondern die Rendite auf die Rendite.

Depot auf wessen Namen?

Hier liegt die wichtigste Entscheidung, mit spürbaren Folgen:

  • Depot auf das Kind: Das Kind hat einen eigenen Sparerpauschbetrag und zahlt auf Erträge oft keine Steuer. Das Geld gehört aber rechtlich dem Kind und steht ihm ab 18 frei zur Verfügung.
  • Depot auf die Eltern: Du behältst die volle Kontrolle über das Geld, nutzt aber deinen eigenen Freibetrag und versteuerst die Erträge selbst.

Es gibt keine für alle richtige Wahl — sie hängt davon ab, wie viel Kontrolle du behalten willst.

So baust du das Vermögen auf

Der Aufbau folgt denselben Regeln wie beim eigenen Sparplan: ein breit gestreuter ETF, eine feste monatliche Rate, automatisch bespart. Wegen des langen Horizonts darf der Aktienanteil hoch sein. Erst in den letzten Jahren vor der Auszahlung schichtest du nach und nach in sichere Anlagen, damit ein Crash kurz vor dem Ziel nicht alles auffrisst. Wie stark deine Beträge wachsen, zeigt der Zinseszins-Rechner.

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Häufige Fragen

Auf wessen Namen soll ich das Depot anlegen?

Ein Depot auf den Namen des Kindes hat Steuervorteile, weil das Kind einen eigenen Sparerpauschbetrag hat. Der Haken: Das Geld gehört dann rechtlich dem Kind und steht ihm ab 18 uneingeschränkt zu. Wer die Kontrolle behalten will, spart besser auf dem eigenen Depot.

Wie viel wird aus kleinen Beträgen bis zur Volljährigkeit?

Über 18 Jahre wirkt der Zinseszins stark. Aus 50 Euro im Monat können bei rund 7 Prozent durchschnittlicher Rendite gut 20.000 Euro werden — deutlich mehr als die rund 10.800 Euro, die du selbst eingezahlt hast. Den genauen Wert rechnest du im Zinseszins-Rechner durch.

Keine Anlageberatung. Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Anlageentscheidungen triffst du eigenverantwortlich. Investieren birgt Risiken bis zum Verlust des eingesetzten Kapitals.