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Kapino
Ruhestand

Altersvorsorgedepot-Rechner

Ab 2027 fördert der Staat das Altersvorsorgedepot mit Zulagen und Steuervorteil – dafür ist das Geld bis zum Rentenbeginn gebunden. Der Rechner stellt beide Wege nebeneinander: den geförderten Vertrag und denselben Betrag in einem freien ETF-Sparplan, jeweils nach Steuern.

Berücksichtigt Zulagen Kinderzulage Steuervorteil Kosten Steuer im Alter

Modellrechnung nach dem Altersvorsorgereformgesetz mit angenommener, nicht garantierter Rendite – keine Anlage- oder Steuerberatung.

Gefördert werden bis zu 1.800 Euro im Jahr, also 150 Euro im Monat. Mehr darfst du einzahlen, es bringt aber weder Zulage noch Steuerabzug – dafür ist der freie Sparplan der bessere Ort. Unter 120 Euro im Jahr fließt gar keine Förderung.
Für jedes Kind, für das du Kindergeld bekommst, gibt es bis zu 300 Euro Zulage im Jahr. Das ist die stärkste Stellschraube der Förderung.
Wer den Vertrag vor dem 25. Geburtstag abschließt, bekommt einmalig 200 Euro Berufseinsteigerbonus.
Jahre
Frühestens mit 65, spätestens mit 70. Vorher an das Geld zu gehen gilt als schädliche Verwendung: Zulagen und Steuervorteile fließen zurück.
Jahre
Die erwartete Rendite vor Kosten, für beide Wege gleich. Breit gestreute Aktien-ETFs haben langfristig rund 6 bis 7 Prozent gebracht – garantiert ist das nicht.
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Steuer

Die beiden Wege werden völlig unterschiedlich besteuert. Im Altersvorsorgedepot bleibt die Ansparphase steuerfrei, dafür versteuerst du im Alter die gesamte Auszahlung mit deinem persönlichen Satz. Im freien Depot zahlst du aus versteuertem Einkommen ein und versteuerst nur den Gewinn – mit 26,375 % Abgeltungsteuer nach 30 % Teilfreistellung.
Dein Grenzsteuersatz, also der Satz auf den zuletzt verdienten Euro. Er entscheidet, ob dir das Finanzamt über die Günstigerprüfung mehr gibt als die Zulage. Der Kipppunkt liegt bei rund 23 Prozent.
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Mit diesem Satz wird die Auszahlung aus dem Altersvorsorgedepot besteuert – auf den vollen Betrag, nicht nur auf den Gewinn. Weil die Einkünfte im Ruhestand meist niedriger sind, liegt er in der Regel unter dem heutigen Satz.
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Gilt nur für den freien Sparplan: 1.000 € im Jahr (ledig) bzw. 2.000 € (zusammenveranlagt). Im Altersvorsorgedepot brauchst du ihn nicht, dort fällt in der Ansparphase ohnehin keine Steuer an.

Kosten pro Jahr

Über Jahrzehnte entscheidet die Kostenquote fast so stark wie die Förderung. Ein Standarddepot darf höchstens 1,0 Prozent Effektivkosten im Jahr verlangen, ein Welt-ETF im freien Depot kostet oft rund 0,2 Prozent. Genau diese Lücke frisst einen Teil des Förderungsvorsprungs.
Effektivkosten des geförderten Produkts. Konkrete Angebote gibt es noch nicht; beim Standarddepot deckelt das Gesetz bei 1,0 Prozent.
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Die TER deines ETF. Breite Welt-ETFs liegen bei 0,1 bis 0,25 Prozent, dazu kommen je nach Broker Ausführungsgebühren.
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Dafür fehlen noch Angaben

Ohne Eigenbeitrag gibt es keine Förderung und nichts zu vergleichen. Trag links einen monatlichen Betrag ein – ab im Monat fließen Zulagen.

So viel mehr bringt das Altersvorsorgedepot So viel mehr bringt der freie ETF-Sparplan

netto

Nach Ansparzeit und nach allen Steuern bleiben aus dem geförderten Vertrag , aus dem freien Sparplan . Hier gewinnt der freie Sparplan: Nach bleiben dort gegenüber aus dem geförderten Vertrag. Die Förderung wiegt hier weder die höheren Kosten noch die volle Besteuerung der Auszahlung auf.

Dein Eigenbeitrag liegt unter dem Sockelbetrag von im Jahr – damit fließt keine Zulage.

Deine Förderung pro Jahr

Zulagen
Steuererstattung
Einsteigerbonus
einmalig
Förderquote

Auf deinen Eigenbeitrag von im Jahr. Über die gesamte Ansparzeit zahlst du ein und bekommst dazu.

Depotwert mit
Steuer bei Auszahlung
Bleibt dir netto
Monatlich bis

Depotwert über die Ansparzeit

Eigenbeitrag Förderung Wertzuwachs freier Sparplan

Depotwert je Jahr, aufgeteilt in Eigenbeitrag, staatliche Förderung und Wertzuwachs, dazu der freie ETF-Sparplan als Vergleichslinie
Eigenbeitrag
Förderung
Wertzuwachs
Depotwert
freier Sparplan

Beide Wege kosten dich gleich viel: Der Eigenbeitrag ist identisch, Zulagen und Steuererstattung kommen im geförderten Vertrag obendrauf. Die Erstattung aus der Günstigerprüfung fließt im Folgejahr in denselben Vertrag zurück; gibst du sie stattdessen aus, fällt das Ergebnis niedriger aus. Grund- und Kinderzulage werden auf denselben Eigenbeitrag gerechnet – das Gesetz lässt offen, ob die Kinderzulage zusätzliche Einzahlung verlangt. Zulagen werden zum Jahresende gutgeschrieben und verzinsen sich erst ab dem Folgejahr. Der freie Sparplan wird als thesaurierender Aktien-ETF mit Teilfreistellung gerechnet, inklusive jährlicher Vorabpauschale und Verkaufssteuer am Ende. Nicht enthalten sind Ordergebühren, Kirchensteuer, Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge im Ruhestand sowie künftige Gesetzesänderungen.

Keine Anlageberatung. Diese Berechnung ist eine vereinfachte Modellrechnung mit einer angenommenen, nicht garantierten Rendite und dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die tatsächliche Wertentwicklung kann erheblich abweichen – Verluste sind möglich. Deine Anlageentscheidungen triffst du selbst.

Wie hoch sind die Zulagen?

Die Grundzulage hängt allein am Eigenbeitrag, nicht mehr am Einkommen: Auf die ersten 360 Euro im Jahr legt der Staat 50 Cent je Euro drauf, auf alles bis 1.800 Euro noch 25 Cent. Die erste Stufe ist damit die wertvollste — schon 30 Euro im Monat holen die halbe Förderquote ab. Dazu kommen bis zu 300 Euro je Kind und einmalig 200 Euro, wenn du vor dem 25. Geburtstag abschließt. Die ganze Systematik steht unter Zulagen und Förderung.

Welche Steuervorteile kommen dazu?

Neben der Zulage kannst du Eigenbeiträge und Zulagen als Sonderausgaben absetzen, bei voller Ausschöpfung 2.340 Euro im Jahr. Das Finanzamt prüft dann automatisch, ob diese Steuerersparnis größer ausfällt als die Zulage, und schreibt dir die Differenz gut. Der Kipppunkt liegt bei rund 23 Prozent Grenzsteuersatz — darunter bleibt es bei der Zulage, darüber legt das Finanzamt drauf. Für wen sich das am stärksten rechnet, klärt Für wen sich das Altersvorsorgedepot lohnt.

Wie werden gefördertes und freies Depot besteuert?

Im freien Depot zahlst du aus versteuertem Einkommen ein und versteuerst später nur den Gewinn — mit 26,375 % nach 30 % Teilfreistellung, dazu jedes Jahr die Vorabpauschale. Im Altersvorsorgedepot zahlst du faktisch aus unversteuertem Einkommen ein, dafür versteuerst du im Alter die gesamte Auszahlung zum persönlichen Satz. Ob das aufgeht, hängt an der Differenz deiner beiden Steuersätze — nachzulesen unter Auszahlung und Besteuerung.

Wie stark schmälern die Kosten das Ergebnis?

Ein Standarddepot darf höchstens 1,0 Prozent Effektivkosten im Jahr verlangen, ein breiter Welt-ETF im freien Depot kostet oft ein Fünftel davon. Über vier Jahrzehnte kostet dieser Unterschied so viel, dass er einen erheblichen Teil des Förderungsvorsprungs auffrisst — probier es mit dem Kosten-Regler aus. Welche drei Produktarten ab 2027 zur Wahl stehen und was eine Beitragsgarantie zusätzlich kostet, steht unter Depot, Standarddepot oder Garantie.

Für wen lohnt sich die Förderung?

Für Familien mit Kindern und für Gutverdiener mit hohem Grenzsteuersatz gewinnt der geförderte Vertrag fast immer. Ohne Kinder, mit einem teuren Produkt und hohen Einkünften im Ruhestand kann der freie Sparplan vorn liegen — und der Rechner sagt das auch so. Wichtig bleibt die Reihenfolge: erst Notgroschen und teure Schulden, dann die geförderten 1.800 Euro, alles darüber in den ETF-Sparplan. Die Abwägung im Detail: Altersvorsorgedepot oder freier ETF-Sparplan.