Lexikon
Finanzbegriffe von A bis Z — kurz erklärt, ohne Fachchinesisch. Wenn ein Begriff mehr als eine Definition braucht, führt er direkt in den passenden Ratgeber.
56 Begriffe · laufend erweitert
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A
- Abgeltungssteuer im Ratgeber Die pauschale Steuer von 25 Prozent auf Kapitalerträge, die deine Bank direkt einbehält und ans Finanzamt abführt.
- Aktie Ein Anteil am Eigenkapital eines Unternehmens — wer eine Aktie hält, ist Miteigentümer und trägt Gewinn wie Verlust mit.
- Anleihe Ein verzinstes Darlehen an einen Staat oder ein Unternehmen — der Käufer wird Gläubiger, nicht Miteigentümer.
- Ausgabeaufschlag Eine einmalige Vertriebsgebühr beim Kauf von Fondsanteilen, die bei aktiv gemanagten Fonds bis zu 5 Prozent betragen kann — bei ETFs fällt sie nicht an.
- Ausschüttung Die Auszahlung der Fondserträge auf dein Verrechnungskonto — das Gegenstück zur Thesaurierung.
B
- Basiszins Ein jährlich vom Bundesfinanzministerium festgelegter Zinssatz, aus dem sich die Höhe der Vorabpauschale auf thesaurierende Fonds ergibt.
- Betriebliche Altersvorsorge Altersvorsorge über den Arbeitgeber, finanziert aus dem Bruttogehalt — mit Steuer- und Sozialabgabenvorteil in der Ansparphase.
C
D
- DAX Der wichtigste deutsche Aktienindex — er bildet die 40 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands ab.
- Depotübertrag im Ratgeber Der Umzug von Wertpapieren in ein anderes Depot, ohne sie zu verkaufen.
- Diversifikation im Ratgeber Das Streuen des Vermögens über viele Anlagen, damit der Ausfall einer einzelnen das Gesamtergebnis kaum trifft.
- Dividende Der Teil des Unternehmensgewinns, den eine Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre ausschüttet — in Deutschland meist einmal im Jahr.
- Dividendenrendite Die jährliche Ausschüttung eines Wertpapiers im Verhältnis zu seinem Kurs, angegeben in Prozent.
E
F
G
H
I
- Indexfonds Ein Fonds, der keinen eigenen Weg sucht, sondern einen Index möglichst genau nachbildet — die Bauart hinter jedem ETF.
- Inflation im Ratgeber Der allgemeine Anstieg der Preise, durch den dein Geld über die Zeit an Kaufkraft verliert.
- ISIN Die zwölfstellige internationale Kennnummer, mit der ein Wertpapier weltweit eindeutig identifiziert wird.
K
- Kirchensteuer Eine zusätzliche Steuer auf die Abgeltungssteuer, die Mitglieder einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft zahlen — 8 oder 9 Prozent je nach Bundesland.
- Klumpenrisiko Das Risiko, das entsteht, wenn ein zu großer Teil des Vermögens von einem einzelnen Unternehmen, einer Branche oder einem Land abhängt.
- Korrelation Das Maß dafür, wie gleichläufig sich zwei Anlagen bewegen — angegeben zwischen minus 1 und plus 1 und der eigentliche Kern jeder Streuung.
L
M
N
O
Q
R
- Reale Rendite Die Rendite nach Abzug der Inflation — sie zeigt, wie viel Kaufkraft du dazugewinnst, nicht wie stark die Zahl auf dem Konto wächst.
- Rebalancing im Ratgeber Das Zurücksetzen eines Depots auf seine ursprüngliche Aufteilung, nachdem Kursbewegungen sie verschoben haben.
- Replikation im Ratgeber Die Methode, mit der ein ETF seinen Index nachbildet — physisch durch Kauf der Titel oder synthetisch über einen Tauschvertrag.
- Riester-Rente Die staatlich geförderte private Altersvorsorge mit Zulagen und Beitragsgarantie — ab 2027 für Neuverträge vom Altersvorsorgedepot abgelöst.
- Rürup-Rente Eine private Rentenversicherung mit hohem Steuerabzug in der Ansparphase — gedacht vor allem für Selbstständige ohne gesetzliche Rente.
S
- Solidaritätszuschlag Ein Zuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungssteuer, der auf Kapitalerträge weiterhin für alle anfällt — anders als bei der Lohnsteuer.
- Sondervermögen Der rechtliche Status von Fondsvermögen: getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft verwahrt und deshalb vor deren Insolvenz geschützt.
- Sparerpauschbetrag im Ratgeber Der jährliche Freibetrag, bis zu dem Kapitalerträge steuerfrei bleiben — 1.000 Euro für Alleinstehende.
- Sparrate Der Betrag, den du in festem Rhythmus in einen Sparplan einzahlst — die wichtigste Stellschraube beim langfristigen Vermögensaufbau.
- Spread Die Spanne zwischen An- und Verkaufskurs eines Wertpapiers — eine Handelsgebühr, die niemand in Rechnung stellt und die trotzdem jeder zahlt.
T
- Teilaktie Ein Bruchstück eines Wertpapiers — sie macht Sparpläne mit kleinen Raten möglich, weil dein Geld nicht auf ganze Anteile aufgehen muss.
- TER im Ratgeber Die Gesamtkostenquote eines Fonds: die laufenden Kosten eines Jahres in Prozent des Fondsvermögens.
- Thesaurierung Die automatische Wiederanlage der Erträge im Fonds — sie erhöhen den Anteilswert, statt auf dein Konto ausgezahlt zu werden.
- Tracking Difference Die tatsächliche Abweichung zwischen der Rendite eines ETF und der seines Index — aussagekräftiger als die TER allein.
- Tracking Error Das Maß dafür, wie gleichmäßig ein ETF seinem Index folgt — nicht wie weit er zurückbleibt, sondern wie stark die Abweichung schwankt.
- Transaktionskosten Alle Kosten einer Order zusammen — Ordergebühr, Handelsplatzentgelt und Spread. Sie fallen je Kauf an, nicht laufend wie die TER.
V
- Verlustverrechnungstopf Ein Konto bei deiner Bank, in dem realisierte Verluste gesammelt und mit späteren Gewinnen verrechnet werden, bevor Steuer anfällt.
- Verrechnungskonto Das Geldkonto, das zu deinem Depot gehört: Von hier fließt Geld in Käufe, hierher kommen Verkaufserlöse und Ausschüttungen zurück.
- Volatilität Das Maß dafür, wie stark der Kurs einer Anlage um seinen Mittelwert schwankt — die gängigste Kennzahl für Risiko.
- Vorabpauschale im Ratgeber Eine jährlich vorab fällige Steuer auf einen unterstellten Mindestertrag thesaurierender Fonds.
W
- Wertpapier Ein handelbares Recht an einem Unternehmen, einer Schuld oder einem Fondsvermögen — Aktien, Anleihen und ETF-Anteile sind Wertpapiere.
- Wertpapierleihe Das zeitweise Verleihen von Fondspositionen gegen Gebühr — der ETF verdient Zusatzerträge und trägt dafür ein besichertes Ausfallrisiko.
- WKN Die sechsstellige deutsche Wertpapierkennnummer — der nationale Vorläufer der ISIN, der bei deutschen Brokern weiterhin genutzt wird.
Z
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