Verrechnungskonto
Das Geldkonto, das zu deinem Depot gehört: Von hier fließt Geld in Käufe, hierher kommen Verkaufserlöse und Ausschüttungen zurück.
Auch: Cashkonto, Depotkonto
Zuletzt aktualisiert am 8. September 2026
Ein Depot verwahrt Wertpapiere, kein Geld. Für alles, was auf dem Weg dorthin oder von dort zurück fließt, gibt es das Verrechnungskonto — ein gewöhnliches Geldkonto, das dein Broker beim Depot mit eröffnet.
Was darüber läuft
- Käufe: Der Kaufpreis wird vom Verrechnungskonto abgebucht. Reicht das Guthaben nicht, wird die Order abgelehnt.
- Sparplanraten: Sie werden zum Ausführungstag von hier eingezogen — deshalb sollte hier rechtzeitig genug Geld liegen.
- Verkäufe: Der Erlös landet nach ein bis zwei Bankarbeitstagen wieder hier.
- Ausschüttungen: Dividenden und Zinsen werden hier gutgeschrieben, abzüglich einbehaltener Steuer.
Worauf du achten solltest
Guthaben auf dem Verrechnungskonto fällt unter die Einlagensicherung, die Wertpapiere im Depot dagegen sind ohnehin Sondervermögen. Größere Beträge liegen hier meist unverzinst — wer sie länger nicht braucht, parkt sie besser auf einem Tagesgeldkonto.
Wenn das Guthaben nicht reicht
Fehlt am Ausführungstag Geld für die Sparplanrate, wird sie ersatzlos ausgesetzt — nicht verschoben und nicht nachgeholt. Die meisten Broker informieren darüber nur per Postfachnachricht, die leicht untergeht. Wer per Dauerauftrag einzahlt, legt ihn deshalb einige Tage vor den Ausführungstermin.
Ein Verrechnungskonto ist in aller Regel nicht überziehbar. Manche Broker bieten stattdessen einen Wertpapierkredit an, bei dem dein Depot als Sicherheit dient. Für den langfristigen Vermögensaufbau ist das keine sinnvolle Konstruktion: Fällt der Kurs, kann die Bank Sicherheiten nachfordern und im Zweifel selbst verkaufen.
Verzinsung und Steuer
Ob dein Guthaben verzinst wird, unterscheidet sich stark und ändert sich häufig — manche Anbieter zahlen marktnahe Zinsen, andere gar nichts. Wo Zinsen anfallen, sind sie steuerpflichtige Kapitalerträge und werden gegen deinen Freistellungsauftrag gerechnet.
Auch die Steuer auf die Vorabpauschale bucht der Broker Anfang des Jahres von hier ab. Ist das Konto dann leer, kann er den Betrag anfordern oder Anteile verkaufen — ein kleines Guthaben zum Jahreswechsel erspart dir diese Überraschung.
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Häufige Fragen
Bekomme ich Zinsen auf mein Verrechnungskonto?
Das hängt vom Anbieter ab und ändert sich häufig. Manche Broker verzinsen Guthaben, andere gar nicht. Für größere Beträge, die länger liegen bleiben, ist ein Tagesgeldkonto meist die bessere Wahl.
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Keine Anlageberatung. Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Anlageentscheidungen triffst du eigenverantwortlich. Investieren birgt Risiken bis zum Verlust des eingesetzten Kapitals.