Rebalancing
Wie du dein Portfolio im Gleichgewicht hältst.
Zuletzt aktualisiert am 9. Juli 2026
Rebalancing bedeutet, dein Portfolio zurück auf die geplante Aufteilung zu bringen. Über die Zeit verschieben Kursbewegungen die Gewichte: Was gut läuft, wächst über sein Zielgewicht hinaus. Rebalancing stellt die ursprüngliche Balance wieder her und hält damit dein Risiko unter Kontrolle.
Warum dein Portfolio aus dem Gleichgewicht gerät
Angenommen, du startest mit 70 % Aktien und 30 % Tagesgeld. Läuft die Börse einige Jahre gut, steigt der Aktienanteil vielleicht auf 85 %. Das klingt erfreulich, bedeutet aber: Dein Depot ist riskanter geworden, als du geplant hattest. Kommt jetzt ein Crash, trifft er dich härter. Genau davor schützt das Zurücksetzen auf die Zielquote.
Wie du rebalancierst
Zwei Wege führen zum Ziel. Beim zeitbasierten Rebalancing prüfst du dein Portfolio zu einem festen Termin, etwa einmal im Jahr. Beim schwellenbasierten greifst du erst ein, wenn eine Anlageklasse deutlich abweicht, zum Beispiel um mehr als fünf Prozentpunkte. Am elegantesten steuerst du mit frischem Geld gegen: Neue Sparraten fließen bevorzugt in die Anlageklasse, die zu leicht geworden ist.
Wie oft ist sinnvoll
Einmal im Jahr reicht in aller Regel. Wer ständig nachjustiert, zahlt mehr Gebühren und löst unnötig Steuern aus, ohne einen messbaren Vorteil zu haben. Rebalancing ist Pflege, kein Dauereingriff.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich rebalancen?
Für die meisten reicht einmal im Jahr. Alternativ prüfst du das Portfolio, wenn eine Anlageklasse mehr als etwa fünf Prozentpunkte von ihrem Ziel abweicht. Häufiger zu rebalancen bringt selten mehr, kostet aber Gebühren und Steuern.
Löst Rebalancing Steuern aus?
Wenn du dafür Anteile verkaufst, kann Abgeltungssteuer auf die Gewinne anfallen. Steuerschonender ist es, neue Einzahlungen gezielt in die untergewichtete Anlageklasse zu lenken, statt umzuschichten.
Keine Anlageberatung. Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Anlageentscheidungen triffst du eigenverantwortlich. Investieren birgt Risiken bis zum Verlust des eingesetzten Kapitals.