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Kapino
Lexikon

Korrelation

Rendite & Risiko

Das Maß dafür, wie gleichläufig sich zwei Anlagen bewegen — angegeben zwischen minus 1 und plus 1 und der eigentliche Kern jeder Streuung.

Auch: Korrelationskoeffizient, Gleichlauf

Zuletzt aktualisiert am 11. September 2026

Die Korrelation beschreibt, wie eng zwei Anlagen sich im Gleichschritt bewegen. Sie ist die Zahl hinter dem Rat, nicht alles auf eine Karte zu setzen: Erst wenn Anlagen unterschiedlich reagieren, senkt ihre Kombination das Risiko des Ganzen.

Was die Skala sagt

  • +1: perfekter Gleichlauf — beide steigen und fallen gemeinsam, im selben Verhältnis.
  • 0: kein Zusammenhang — die eine sagt nichts über die andere aus.
  • −1: perfekter Gegenlauf — steigt die eine, fällt die andere.

In der Praxis liegen breite Aktienmärkte untereinander oft bei 0,7 bis 0,9. Deshalb bringt es wenig, fünf Aktien-ETFs auf ähnliche Regionen zu mischen: Sie bewegen sich fast im Takt.

Warum sie über Streuung entscheidet

Das Risiko eines Depots ist nicht der Durchschnitt der Einzelrisiken. Bewegen sich zwei Bausteine unabhängig, gleichen sich ihre Ausschläge teilweise aus — das Gesamtdepot schwankt weniger als seine Teile. Genau das ist der Mechanismus hinter Diversifikation.

Ein Rechenbeispiel

Zwei Bausteine mit je 15 Prozent Volatilität, gemischt zur Hälfte:

  • Korrelation +1: Gesamtvolatilität 15,0 %
  • Korrelation 0: Gesamtvolatilität rund 10,6 %
  • Korrelation −0,5: Gesamtvolatilität rund 7,5 %

Die erwartete Rendite bleibt in allen drei Fällen der Durchschnitt der Bausteine. Das Risiko sinkt, ohne dass du Rendite abgibst — der einzige Effekt am Kapitalmarkt, den man geschenkt bekommt.

Nicht verwechseln: Korrelation und Kausalität

Eine hohe Korrelation sagt nichts darüber, ob das eine das andere verursacht. Zwei Märkte können jahrelang parallel laufen, weil beide an derselben Konjunktur hängen — oder rein zufällig.

Für die Depotaufteilung zählt ohnehin die Vergangenheit nur als Anhaltspunkt. Korrelationen sind keine Naturkonstanten, sondern Momentaufnahmen.

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Häufige Fragen

Warum steigen Korrelationen ausgerechnet in Krisen?

Weil in Panikphasen nicht mehr nach Qualität sortiert wird — Anleger verkaufen, was sich verkaufen lässt. Anlagen, die sich jahrelang unabhängig bewegt haben, fallen dann gemeinsam. Streuung wirkt also genau dann am schwächsten, wenn man sie am dringendsten bräuchte.

Bedeutet negative Korrelation, dass ich keinen Verlust mache?

Nein. Sie dämpft die Schwankung des Gesamtdepots, hebt Verluste aber nicht auf. Und sie ist nicht stabil: Das Verhältnis zwischen zwei Anlageklassen verschiebt sich über die Jahre, teils erheblich.

Keine Anlageberatung. Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Anlageentscheidungen triffst du eigenverantwortlich. Investieren birgt Risiken bis zum Verlust des eingesetzten Kapitals.