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Lexikon

Aktie

Börse

Ein Anteil am Eigenkapital eines Unternehmens — wer eine Aktie hält, ist Miteigentümer und trägt Gewinn wie Verlust mit.

Auch: Anteilsschein, Stammaktie, Vorzugsaktie

Zuletzt aktualisiert am 11. September 2026

Eine Aktie ist ein Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft. Wer sie hält, ist Miteigentümer — mit allem, was dazugehört: Anspruch auf einen Teil des Gewinns, Stimmrecht auf der Hauptversammlung und dem vollen Risiko, wenn das Unternehmen scheitert.

Was dir eine Aktie bringt

Zwei Quellen: die Dividende, also der ausgeschüttete Teil des Gewinns, und der Kursgewinn, wenn der Markt das Unternehmen später höher bewertet. Historisch stammt der größere Teil der Rendite breiter Aktienmärkte aus Kurssteigerungen, der kleinere aus Ausschüttungen.

Anders als bei einer Anleihe ist nichts davon zugesagt. Es gibt keinen Zinssatz und keine Rückzahlung zu einem Stichtag — nur den Anspruch auf das, was nach allen Gläubigern übrig bleibt.

Stamm- und Vorzugsaktie

  • Stammaktie: Stimmrecht auf der Hauptversammlung, normale Dividende.
  • Vorzugsaktie: kein Stimmrecht, dafür meist ein Dividendenaufschlag und Vorrang bei der Ausschüttung.

Manche Unternehmen haben beide im Umlauf, häufig mit unterschiedlichem Kurs. Für ein Sparplandepot ist die Wahl zweitrangig; entscheidend ist, welche Gattung im Index enthalten ist.

Ein Rechenbeispiel

Du kaufst 40 Aktien zu 50 Euro, also für 2.000 Euro. Nach einem Jahr steht der Kurs bei 54 Euro, und das Unternehmen schüttet 1,50 Euro je Aktie aus:

  • Kursgewinn: 40 × 4 € = 160 €
  • Dividende: 40 × 1,50 € = 60 €
  • Gesamtertrag: 220 €, also 11 Prozent auf den Einsatz

Von der Dividende zieht die Bank vorher Steuern ab, sofern dein Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist. Der Kursgewinn wird dagegen erst beim Verkauf besteuert.

Warum eine einzelne Aktie selten reicht

Ein Unternehmen kann dauerhaft scheitern — dann ist der Anteil wertlos, ohne Untergrenze. Genau darin liegt das Klumpenrisiko: Wer viel Vermögen in wenige Titel legt, macht sein Ergebnis von einzelnen Entscheidungen abhängig, die er nicht beeinflussen kann. Breite Streuung über einen Index löst das Problem mit einem einzigen Kauf.

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Häufige Fragen

Was unterscheidet Stamm- von Vorzugsaktien?

Die Stammaktie gibt dir ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung, die Vorzugsaktie nicht — dafür bekommt sie meist eine etwas höhere Dividende. Für Kleinanleger ist der Unterschied praktisch bedeutungslos, weil das Stimmrecht bei wenigen Anteilen nichts bewirkt.

Brauche ich Einzelaktien, wenn ich ETFs habe?

Nein. Ein breiter Aktien-ETF enthält bereits Hunderte bis Tausende Unternehmen. Einzelaktien erhöhen vor allem das Risiko einzelner Fehlgriffe, ohne die erwartete Rendite zu steigern.

Keine Anlageberatung. Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Anlageentscheidungen triffst du eigenverantwortlich. Investieren birgt Risiken bis zum Verlust des eingesetzten Kapitals.