Welche Versicherungen wirklich nötig sind
Die wichtigsten Versicherungen für den Vermögensaufbau.
Zuletzt aktualisiert am 9. Juli 2026
Es gibt Versicherungen für fast alles, doch nur wenige sind wirklich wichtig. Die Kunst besteht darin, die richtigen auszuwählen und den Rest wegzulassen. Wer sein Budget in überflüssige Policen steckt, hat am Ende weniger Geld für die Absicherung, auf die es ankommt.
Das entscheidende Prinzip: Schadenhöhe, nicht Wahrscheinlichkeit
Die wichtigste Frage lautet nicht, wie oft ein Ereignis eintritt, sondern was es dich im schlimmsten Fall kostet. Ein Schaden, den du selbst tragen kannst, braucht keine Versicherung — ein Schaden, der dich ruinieren würde, dagegen unbedingt. Nach diesem Maßstab ordnet sich fast alles von selbst.
Die wenigen wirklich wichtigen
Für die meisten Menschen zählen drei Bereiche:
- Private Haftpflicht: Sie deckt Schäden ab, die du anderen zufügst — im Extremfall Millionenbeträge, etwa bei einem verschuldeten Personenschaden. Günstig und für praktisch jeden ein Muss.
- Berufsunfähigkeit: Sie schützt dein Einkommen, wenn du deinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst — mehr dazu unter Berufsunfähigkeitsversicherung.
- Risikolebensversicherung: wichtig, sobald Menschen von deinem Einkommen abhängen — siehe Risikolebensversicherung.
Dazu kommen je nach Lebenslage Sachversicherungen wie die Hausrat- oder eine Kfz-Versicherung, die ohnehin teils vorgeschrieben ist.
Was du dir sparen kannst
Viele Policen versichern kleine Risiken zu einem im Verhältnis hohen Preis: Handy, Brille, Reisegepäck oder die verlängerte Garantie auf Elektrogeräte. Solche Schäden zahlst du im Zweifel aus dem Notgroschen. Ebenso selten sinnvoll sind Produkte, die Versicherung und Geldanlage vermengen — warum, erklärt der Beitrag dazu, Versicherung und Geldanlage zu trennen.
Häufige Fragen
Nach welchem Prinzip wähle ich Versicherungen aus?
Nach der möglichen Schadenhöhe, nicht nach der Wahrscheinlichkeit. Ein Ereignis, das selten eintritt, dich aber finanziell ruinieren würde, gehört versichert. Kleine Schäden, die du aus der Portokasse zahlen kannst, brauchen keine Police.
Welche Versicherungen sind meist überflüssig?
Policen für kleine, tragbare Risiken — etwa Handy-, Brillen- oder Reisegepäckversicherungen. Auch Kombiprodukte aus Schutz und Geldanlage sind selten sinnvoll. Das Geld ist in der Absicherung existenzieller Risiken besser aufgehoben.
Keine Anlageberatung. Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Anlageentscheidungen triffst du eigenverantwortlich. Investieren birgt Risiken bis zum Verlust des eingesetzten Kapitals.