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Anlageklassen im Überblick

Gold & Rohstoffe

Welche Rolle Gold und Rohstoffe im Portfolio spielen können.

Zuletzt aktualisiert am 9. Juli 2026

Gold fasziniert seit Jahrtausenden und gilt vielen als sicherer Hafen in der Krise. Für die Geldanlage hat es aber einen entscheidenden Nachteil: Es arbeitet nicht. Eine Aktie steht für ein Unternehmen, das Gewinne erwirtschaftet, eine Anleihe zahlt Zinsen — Gold liegt im Tresor und wirft nichts ab. Sein Preis steigt nur, wenn andere später mehr dafür zahlen.

Kein laufender Ertrag

Der Unterschied zu Aktien und Anleihen ist grundlegend. Bei Gold und den meisten Rohstoffen gibt es keine Dividende und keinen Zins. Deine gesamte Rendite hängt allein daran, ob der Preis steigt. Das macht Gold zu einer Wette auf Angebot, Nachfrage und Stimmung — nicht zu einer produktiven Anlage, die aus sich heraus wächst.

Diversifikation statt Rendite

Sein Wert im Depot liegt woanders. Der Goldpreis bewegt sich oft unabhängig vom Aktienmarkt, manchmal gegenläufig. In manchen Krisen ist Gold gestiegen, während Aktien fielen. Diese Eigenschaft kann die Schwankung eines Depots leicht glätten — der Kern jeder Diversifikation. Ein Ertragsbringer wird Gold dadurch nicht.

Rohstoffe sind noch schwankungsreicher

Öl, Industriemetalle oder Agrarrohstoffe schwanken meist noch heftiger als Gold und folgen Konjunktur und Politik. Privatanleger investieren selten direkt, sondern über Fonds oder Zertifikate — mit teils komplizierter Kostenstruktur. Für den langfristigen Vermögensaufbau spielen Rohstoffe eine untergeordnete Rolle.

Wie du Gold einordnest

Wenn Gold dich beruhigt, spricht wenig gegen eine kleine Position von wenigen Prozent. Den Kern deines Vermögens trägt es nicht: Die Rendite liefern Aktien, die Sicherheit Anleihen und Tagesgeld. Gold ist Beimischung, kein Fundament.

Häufige Fragen

Ist Gold ein Schutz vor Inflation?

Über sehr lange Zeiträume hat Gold seine Kaufkraft grob erhalten. Kurz- und mittelfristig ist der Zusammenhang aber schwach: Es gab Phasen hoher Inflation, in denen der Goldpreis fiel. Als verlässliche Versicherung gegen Kaufkraftverlust taugt Gold nicht.

Wie viel Gold gehört ins Depot?

Wenn überhaupt, dann wenig — oft werden 5 bis 10 Prozent genannt. Gold wirft keinen laufenden Ertrag ab und schwankt stark. Es ersetzt weder den renditestarken Aktienteil noch den sicheren Tagesgeldanteil, sondern ist bestenfalls eine kleine Beimischung.

Keine Anlageberatung. Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Anlageentscheidungen triffst du eigenverantwortlich. Investieren birgt Risiken bis zum Verlust des eingesetzten Kapitals.