Immobilien als Geldanlage
Direktinvestment, REITs und offene Immobilienfonds.
Zuletzt aktualisiert am 9. Juli 2026
Immobilien gelten vielen als sichere Anlage mit laufender Miete und Schutz vor Inflation. Das stimmt teilweise — doch die Anlageklasse hat Eigenheiten, die eine Aktie oder ein Sparbuch nicht kennen: hohe Einstiegskosten, schwere Verkäuflichkeit und das Risiko, den Großteil deines Vermögens in ein einziges Objekt zu stecken.
Die eigene vermietete Immobilie
Der Direktkauf bindet viel Kapital und Zeit. Zum Kaufpreis kommen rund 10 bis 15 Prozent Nebenkosten für Grunderwerbsteuer, Notar und Makler. Danach kümmerst du dich um Mieter, Instandhaltung und Verwaltung. Die Miete bringt laufenden Ertrag, doch Leerstand, Reparaturen und Mietausfall gehen zu deinen Lasten. Wer eine Wohnung kauft, steckt oft sein halbes Vermögen in ein einziges Objekt an einem einzigen Ort — ein klassisches Klumpenrisiko.
Immobilien über die Börse
Du kannst in Immobilien investieren, ohne selbst zu kaufen:
- REITs sind börsennotierte Immobiliengesellschaften. Du kaufst sie wie eine Aktie, kassierst einen Teil der Mieterträge als Dividende und kannst jederzeit verkaufen.
- Immobilien-ETFs bündeln viele solcher Gesellschaften und streuen so über Länder und Objektarten.
- Offene Immobilienfonds investieren direkt in Gebäude, schreiben aber Mindesthalte- und Kündigungsfristen vor und lassen sich nicht frei handeln.
Der Vorteil: Du steigst mit kleinen Beträgen ein, streust breit und bleibst liquide.
Wo die Grenzen liegen
Immobilien schwanken weniger sichtbar als Aktien, weil kein täglicher Kurs vorliegt — riskanter sind sie deshalb nicht automatisch. Steigende Zinsen drücken die Preise, Lage und Bauzustand entscheiden über Wert und Miete. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Depot können Immobilien sinnvoll sein. Als alleinige Altersvorsorge tragen sie das Risiko des einen Standorts. Den sicheren, jederzeit verfügbaren Teil deckst du besser mit Tagesgeld und Festgeld ab.
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Häufige Fragen
Lohnt sich eine Immobilie zur Vermietung?
Das hängt stark vom Kaufpreis, den Mieteinnahmen und der Finanzierung ab. Rechne alle Nebenkosten ein: Grunderwerbsteuer, Notar, Instandhaltung, Verwaltung, Leerstand. Eine vermietete Wohnung ist eher eine unternehmerische Aufgabe als eine nebenbei laufende Geldanlage.
Wie investiere ich mit wenig Geld in Immobilien?
Über die Börse. Ein REIT oder ein Immobilien-ETF bündelt viele Objekte, ist ab kleinen Beträgen besparbar und jederzeit verkäuflich. Damit umgehst du den Klumpenklotz einer einzelnen Wohnung und die hohen Kaufnebenkosten.
Keine Anlageberatung. Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Anlageentscheidungen triffst du eigenverantwortlich. Investieren birgt Risiken bis zum Verlust des eingesetzten Kapitals.