Die Rentenlücke berechnen
Wie groß deine Versorgungslücke im Alter ist.
Zuletzt aktualisiert am 9. Juli 2026
Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem Geld, das du im Ruhestand brauchst, und dem, was die gesetzliche Rente einbringt. Fast jeder hat eine solche Lücke — die Frage ist nur, wie groß sie ist und wie du sie schließt. Kennst du die Zahl, weißt du, wie viel du bis zur Rente ansparen musst.
So berechnest du deine Lücke
In drei Schritten kommst du zu einer Hausnummer:
- Bedarf schätzen: Wie viel Geld willst du im Monat zur Verfügung haben? Als grobe Faustregel dienen 80 Prozent deines letzten Nettoeinkommens, weil einige Kosten im Alter wegfallen.
- Rente abziehen: Ziehe deine erwartete gesetzliche Rente vom Bedarf ab. Den Betrag findest du in deiner Renteninformation — beachte, dass davon noch Beiträge und Steuern abgehen.
- Lücke ermitteln: Was übrig bleibt, ist deine monatliche Rentenlücke.
Ein Beispiel: Brauchst du 2.400 Euro und erwartest 1.500 Euro Rente, fehlen dir 900 Euro pro Monat.
Die Inflation macht die Lücke größer
Der Haken an dieser Rechnung: Sie gilt in heutigem Geld. Bis zu deinem Ruhestand steigt das Preisniveau, dein Bedarf also auch. Wie stark die Inflation an der Kaufkraft nagt, unterschätzen viele. Rechne den Bedarf deshalb auf das Jahr deines Renteneintritts hoch, nicht auf heute.
Von der Lücke zur Sparrate
Aus der monatlichen Lücke ergibt sich das Kapital, das du bis zur Rente aufbauen musst — und daraus die nötige Sparrate. Beide Werte ermittelst du im Rentenlücke-Rechner. Wie du das angesparte Kapital im Ruhestand wieder auszahlst, ohne es zu früh aufzubrauchen, zeigen der Entnahmeplan und die 4%-Regel.
Passende Rechner
Rechne das Gelernte direkt selbst durch.
Häufige Fragen
Woher weiß ich, wie hoch meine gesetzliche Rente ausfällt?
Aus deiner jährlichen Renteninformation, die die Deutsche Rentenversicherung verschickt. Sie nennt deine bisher erreichte und deine hochgerechnete Rente. Beachte: Die genannten Beträge sind brutto, und von der Rente gehen später noch Kranken- und Pflegeversicherung sowie eventuell Steuern ab.
Muss ich die Inflation einrechnen?
Unbedingt. Bei 2 Prozent Inflation pro Jahr braucht dein Ruhestandsbudget nach 25 Jahren rund 1.000 Euro, um die Kaufkraft von heute 600 Euro zu haben. Rechnest du die Teuerung nicht ein, unterschätzt du deine Lücke deutlich.
Keine Anlageberatung. Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Anlageentscheidungen triffst du eigenverantwortlich. Investieren birgt Risiken bis zum Verlust des eingesetzten Kapitals.